Sonntag, 26. Juni 2016

 Das Leben als Autorin ist spannender als angenommen. Ursprünglich glaubte ich, dass Schriftsteller sich hinter ihren Werken verstecken, doch nun lerne ich eine andere Seite kennen. Überwiegend plaudere ich mit Gleichgesinnten oder neugierigen Leuten. Es macht Spaß über das eigene Werk zu berichten, überall Menschen begeistern zu können. Nun muss ich herausfinden, wie man an Lesungen kommt. Das finde ich noch in den nächsten Wochen heraus. Wer eine Lesung möchte, ob klein oder groß, kann mich über mein Kontaktformular anschreiben.
Am meisten würde ich mich über Schulen freuen. Zu gerne möchte ich jungen Menschen etwas vermitteln. Immerhin tue ich das auch in meinem beruflichen Alltag, in welchem ich ebenfalls meine Erfüllung finde.

In der kommenden Woche habe ich viel vor. Eine neue Rezension, mein Job, das Buch und das Problemchen mit den Lesungen lösen, ein neuer Artikel für die Huffington Post ist ebenfalls in Aussicht. Außerdem schulde ich meinen Facebookfans noch eine Buchverlosung. Doch da will ich nichts falsch machen. Deshalb vertage ich es. Aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben.

Ich wünsche Euch allen eine ruhige Woche. In manchen Bundesländern gehen die Sommerferien los. Liebe Eltern lasst euch nicht stressen, liebe Kinder, ich hoffe, ihr bekommt sonnige Tage.

Liebe Grüße
Steffi Krumbiegel

Samstag, 25. Juni 2016

Pythonissam Internat

Vanessa Tolentino


Wer meine neuste Rezension lesen möchte, kann dies hier tun. 
Freut euch über eine Erzählung einer jungen Autorin. Eine Gruselgeschichte für junge Leute. 
12- 15 Jahre würde ich empfehlen. Für anspruchsvolle Leser, empfehle ich eher die anderen Beiträge. Unter Rezensionen könnt ihr ein paar Bücher entdecken. Drei Weitere sind in Vorbereitung. 


Freitag, 17. Juni 2016


Die erste Rezension!




Wie bereits erwähnt war ich mir anfangs bei dem Thema nicht sicher. Nadja sollte ursprünglich keine richtige Fantasy-Story werden, da ich von diesem Genre eigentlich so gut wie nichts weiß. In Ordnung, ich las die Tribute of Panem oder City of Bones, aber ich und Fantasy? Nein, das konnte ich mir nicht vorstellen. Wie es aber oft im Leben spielt, entwickelte sich alles anders, als man denkt.
Nadja wollte unbedingt zaubern können. Ich unterlag ihrem Bann und schon fing die Geschichte an, ihren eigenen Verlauf zu nehmen. Oft ist es beim Schreiben so, dass meine Protagonisten eigene Wege gehen. Manchmal kann ich es kaum erwarten weiterzuschreiben, da ich selbst wissen will, wo die Handlung hin läuft.

Durch meine Unsicherheit getrieben, recherchierte ich nach den unterschiedlichsten Blogs. Die meisten beschränken sich auf einzelne Themen. Jacky aus dem Blog -Magie aus der Feder- fiel mir umgehend ins Auge. Sie las überwiegend Fantasy und ihre Reszis beeindruckten mich. Ein bisschen schüchtern schrieb ich sie an. Kaum konnte ich die Antwort erwarten. Ständig sah ich auf meinen Mail Eingang.
Bis sie mich überraschte. Ein paar Dinge besserte ich auf ihr Anraten hin aus und schon ging es los. Aber hier ihre Rezi.
Gott, ich bin so glücklich!!!!

Magie aus der Feder


Sonntag, 12. Juni 2016







Trailer
Tredition
Amazon
Thalia
(Bei Amazon und Thalia scheint es noch etwas zu dauern)

Klappentext


Nadja wuchs seit ihrem dritten Lebensjahr in staatlicher Obhut auf. Nun ist sie erwachsen. Zu ihrem Geburtstag erfährt sie von ihrem Erbe. Sie soll von adliger Herkunft sein - eine Burg gehört auch dazu. Aber was steckt dahinter? Was geschah mit ihrer Familie? 
Nadja verweigert sich ihrem Glück und wird kurzerhand in ihr neues Leben entführt. In einem prächtigen Schloss bei Dresden erwacht sie. Sie erfährt von alter Magie, längst vergessenen Ritualen und sie erlebt ihre erste Liebe. Sie trifft auf Geister, Wesen aus vergangenen Zeiten. 
Wird sie das alles überstehen? Was befindet sich in ihrer Burg? Wer verursachte das Leid in ihrer Vergangenheit?

Nadja ist eine Geschichte über alte Legenden, Begebenheiten und Geheimnissen. Lernt sie kennen, denn sie wird Euch verzaubern.


Nadja - Der Wächterin Erbe ISBN: 978-3-7345-3467-6 (Hardcover)
Nadja - Der Wächterin Erbe ISBN: 978-3-7345-3466-9 (Paperback)
Nadja - Der Wächterin Erbe ISBN: 978-3-7345-3468-3 (e-Book)

Freitag, 10. Juni 2016

Interview 

mit Markus Häusler


Über Tredition lernte ich Markus Häusler kennen. Durch Zufall überschnitten sich unsere Wege. Wir stellten über ein soziales Netzwerk Kontakt zueinander her. Ich lernte ihn ein wenig kennen. Immer wieder fragte ich mich, wie ein stattlicher Kerl zu Gedichten fand. Irgendwann also, schrieb ich ihn freundlich an. Wir plauderten ein wenig. Nachdem wir schnell feststellten, dass die Wege von Autoren und Lyriker nicht weit voneinander entfernt liegen, beschlossen wir, dieses Interview zu führen.

Einige seiner Gedichte klingen wie das Flüstern im Wind, andere ziehen einen an traurige Orte. Markus Häusler scheint ein tiefgründiger, besonderer, junger Mann zu sein. Sehr freue ich mich, dass wir ihn hier ein bisschen kennen lernen dürfen.




Markus Häusler, stellen Sie sich doch bitte einmal vor. Wer sind Sie im normalen Leben?

OK, also ich bin 38 Jahre alt und von Beruf Bankkaufmann. Ich wurde in Landau in der Pfalz geboren und bin in der Südpfalz aufgewachsen, wo ich auch heute wieder lebe. Durch meinen Beruf und meine Stellung in einer Großbank bin ich einigermaßen rum gekommen. Meine Heimatverbundenheit hat mich jedoch wieder zurück zu meiner Familie und zu meinen Wurzeln gebracht. Ach ja, und ich bin Single;-)

Was für Hobbys haben Sie?

Neben dem Lesen ist der Fußball und hier speziell der 1.FC Kaiserslautern meine große Leidenschaft. Das FCK-Gen hat mir mein Vater schon früh „eingeimpft“ und ich besuche auch heut e noch regelmäßig Heim-und Auswärtsspiele. Das ist auch so ein Stück Heimat für mich. Ansonsten versuche ich, regelmäßig Laufen zu gehen als Ausgleich und natürlich Freundschaften zu pflegen.

 Welche Ziele, Träume, Wünsche haben Sie oder was treibt Sie an?

Oh, Träume sind so wichtig. Ich habe vor kurzem ein Gedicht mit dem Vers „Träume sind das Elixier des Seins“ beendet. Daran glaube ich und da gibt es so einiges. Ich möchte mich in erster Linie beruflich wieder selbst verwirklichen und das tun, was mich zufrieden macht. Ich bin letztes Jahr aus dem „Hamsterrad“ der Finanzwelt ausgestiegen und suche jetzt nach einer neuen beruflichen Herausforderung. Ich träume davon, eines Tages einen Roman zu veröffentlichen, und wünsche mir die nötige Geduld, so ein Projekt bis zum Schluss umzusetzen. Auch habe ich noch viele Reiseziele, vor allem Neuseeland, die ich mir noch erfüllen möchte.  Und ich träume vom Aufstieg, meines FCK J Mein Ehrgeiz, treibt mich an aber auch mein Durst nach Horizonterweiterung. Ich möchte noch viele Menschen treffen, mich austauschen. Ich bin eher der optimistische offene Typ. Das ist auch so eine meiner Ressourcen, die mich antreiben.

Wie kommt jemand wie Sie zu solch einem einfühlsamen Genre wie Lyrik?

Hm, vielleicht gehört einfach eine extra Portion Empathie dazu. Vor jedem Gedicht steht eine Beobachtung. Zum Beispiel einer Sache, eines Zustandes oder auch eines Gefühls oder das einer dritten Person. Diese „Veranlagung“ hatte ich schon immer. Es gibt mir einfach auch viel, wenn ich schreibe. Das Gefühl annehmen und von allen Seiten betrachten, es raus zulassen und aufzuschreiben ist für mich eine auch eine Art, sich zu verwirklichen. Sich in der Form, also durch Lyrik, auszudrücken hat mich seit  jeher begeistert. Lyrik hat keine Grenzen. Sie kann die verschiedensten Stimmungen “malen“. Wenn man ein Gedicht schreibt, ist man erst mal an keine Konvention gebunden wie beispielsweise bei Prosa, wo es doch so einige „Spielregeln“ gibt. Ich mag diese Freiheit, dieses „nichteingeschränkt“ sein. Und ja, ich liebe auch die Kompaktheit, was meiner gering ausgeprägten Geduld sehr entgegenkommt. Aber irgendwann setze ich auch meinen Traum um und schreibe einen Roman;-)

Sie erwähnten, dass Sie gern einen Roman schreiben würden. Worum würde dieser handeln?

Die Story gibt es schon in meiner Fantasie. Es ist eine Familiengeschichte, die sich im 1900 Jahrhundert ereignet. Auswanderung spielt eine Rolle, Trennung, Wiedersehen, viel Schmerz und Entbehrungen, aber vielleicht geht's gut aus? Mehr wird nicht verraten!

Haben Sie weitere Bände veröffentlicht?

Ja. Meine ersten Veröffentlichungen erschienen in einer Anthologie des Karin Fischer-Verlages (Lyrik & Prosa unserer Zeit). Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen habe ich mich dann dazu entschlossen, mein Erstlingswerk „Gezeiten – Lyrische Reise zum Selbst“ zu veröffentlichen. Der Gedichtband erschien im Tredition-Verlag Anfang März 2016. „Gezeiten“, diesen Titel wählte ich, weil er zu meiner Umbruch-Situation passte und viele verschiedene Stimmungen sich in den Gedichten manifestierten. Das Leben läuft halt manchmal nicht nur in eine Richtung und es war eine interessante Erfahrung für mich, auch diese Gefühle lyrisch zu Papier zu bringen.   

Worüber handeln Ihre Gedichte?

Über so ziemlich alles J Ich liebe die Natur und schreibe generell viele Gedichte darüber. Es kommt oft auch einfach auf meine Stimmungen an. Ich behaupte, dass ein Gedicht am ausdrucksstärksten ist, wenn das umschriebene Gefühl am intensivsten ist. So entstanden Gedichte über Sehnsucht oder den Sinn des Lebens. Über Kinder, ich liebe Kinder, oder über Banalitäten. Und natürlich auch über die Liebe, über Wehmut oder Schmerz.  Wie mein Klappentext bei „Gefühlsaussprüche“ schon verrät: Es kommt auf die Gefühle an.

Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft?

Gesundheit, vor allem Gesundheit! Materielle Dinge eher weniger. Ich wünsche mir, dass diese innere Zufriedenheit Bestand hat und würde die auch gerne mit einer Partnerin teilen;-)


Werden Sie weitere Gedichtbände veröffentlichen?

Zurzeit habe ich das nicht geplant. Ich möchte mich jetzt auch erst mal mehr um die Vermarktung der beiden Bände kümmern.  Allerdings wurden schon verschiedene Vorschläge an mich herangetragen, zum Beispiel ein Gemeinschaftsprojekt oder die Vertonung ausgewählter Werke. Vielleicht kommt auch bald ein Kinderbuch, das konkretisiert sich momentan. Es gibt also vielschichtige Ideen und ich bin da durchaus offen, das ein oder andere umzusetzen.

Bekomme ich ein weiteres Meisterwerk für unsere Leser?

Ja gerne J Das hier entsprang einer Prise Melancholie … aber ich mag das Verträumte:


Brennender Himmel, Morgenröte

Lässt uns vergessen unsre Nöte

Sehnsucht freilich nimmst uns nicht

Du feurig strahlend Himmelslicht


Verstärkst vielmehr noch das Verlangen

Hätt mich so gern nochmal verfangen

Im starken Liebesnetz und dann

Zögst du zwei Herzen in dein’ Bann.




Donnerstag, 9. Juni 2016

Hier einmal ein Beitrag von meiner Seite. 

Voin veröffentlichte ich ende Dezember letzten Jahres. Mein erster Roman, welcher es ein wenig in sich hat. Mit einer erotischen Geschichte anzufangen erschien mir als sinnvoll. Aber nun geht es weiter. Ursprünglich sagte ich zu meinem Mann, wenn ich es schaffe mein kleines Ziel zu erreichen, halte ich daran fest. Sollte es ein absolutes Minusgeschäft werden, hätte ich aufgehört. Positiv überrascht, erreichte ich mein Mini-Ziel innerhalb von drei Monaten. Leben werde ich wohl noch lange nicht davon können, was mir aber auch nicht wichtig ist. Ich mag meinen Beruf sehr. Daran werde ich immer festhalten. Denn viele glauben, käme einmal der Durchbruch, würde ich aufhören zu arbeiten. Das kann ich weder mir noch meinen Klienten antun.
Zurück zu meinen Büchern. Nadja wird bald erscheinen. Meine Buch-Fertigstellung ist bereits weit voran geschritten. Die letzten kleinen Korrekturen laufen und dann geht es los. In der Zeit betreuten mich drei wundervolle Damen. Dazu möchte ich ein paar Worte loswerden.



Kath Hönow: Sie schreibt eigentlich Psychothriller. Bereits vor einigen Wochen stellte ich eines ihrer Werke vor. Wir trafen uns übers Internet, lernten uns ein wenig kennen. Ich muss sagen, dass ich nur wenig so herzliche Menschen treffen durfte. Kath erstellte mir das Cover von Nadja. Sie las die Geschichte ... Aber dazu wird sie womöglich was schreiben, wenn sie Lust darauf hat.

Angelika Reimer: Auch eine Internetbekanntschaft. Angelika hört sich alles an, machte mir mit Nadja Mut. Denn in derzeitigen Situation, fürchtete ich mich vor der Veröffentlichung. Aber Angelika fand die Geschichte überzeugend.
Die beiden Damen teilen, liken, unterstützen mich nur da wo sie können.
Vielen lieben Dank an euch beide.

Eine liegt mir jedoch besonders am Herzen. Meine Pearl. Der ich im Übrigen den ersten Teil Nadja widmen werde. Pearl ist meine Stieftochter und ohne sie, hätte ich niemals den Schritt einer Veröffentlichung gewagt, überhaupt in Erwägung gezogen. Pearl brachte mich dazu, dass ich mich für Fantasy entschied. Vor einiger Zeit schrieb ich nur eine Seite für sie. In der Absicht etwas für Jugendliche im Bereich Mobbing und Aufklärung zu verfassen. Doch sie fand den Anfang so toll, dass sie darauf bestand einen Fantasy-Roman zu entwerfen. Verzweifelt starrte ich meinen Bildschirm an. Ich und Fantasy? Gehts noch? Für sie wollte ich es versuchen. Erst las ich Unmengen an Büchern aus dem Genre. Dazu gibt es bald mal eine Zusammenfassung von mir. Abschließend beschäftigte ich mich mit allem Möglichen. Vampire, Hexen, Dämonen, Christentum, Königshäuser etc. In der Phase entstanden die Götterkinder. Die sind jedoch ein eigenes Thema. Nadja kam erst später. Vor knapp einem Jahr wollte sie entstehen. Für mich fühlt sich das Schreiben seltsam an. Nicht ich entscheide, was in den Geschichten geschieht, sondern sie entstehen von selbst. Es fühlt sich an, als würde ich einen Film sehen, den noch nie jemand zuvor sah. Die Protagonisten führen die Geschichten an. Natürlich steckt immer etwas von einem selbst in den Erzählungen. Doch hauptsächlich entwickelt sich alles irgendwie von allein.
Zurück zu meiner lieben Pearl. Sie liest alles von mir und liebt diese Geschichten. Sogar Voin verschlang sie, nur die schlüpfrigen Szenen überblätterte sie eifrig. Danke Süße, auch wenn wir uns nicht in allen Bereichen einig sind, ohne dich gebe es diese Geschichten nicht.

Meinen stillen Helfer darf ich auch nicht vergessen. Mein Mann, der mir den Rücken freihält, der meine Launen erträgt und all meine Gefühlsschwankungen mitmacht. Eine Romanveröffentlichung ist ziemlich nervenaufreibend. Man fragt sich, ober er gut ist, ob die Geschichte passt. Es ist eine Gefühlsachterbahn zwischen totaler Freude, bis hin zu zermürbender Selbstkasteiung. Allein bei dem Cover, um es einzustellen, wuchsen mir einige graue Haare mehr. Kath stand mir dabei an der Seite, doch erst als mein Mann kam, klappte es endlich. Seine Erklärungen halfen. Oftmals betrachtet er die Dinge wesentlich sachlicher und auch mal ein verbaler Tritt in den Hintern kann Wunder wirken.
Morgen gibt es das Interview mit Markus Häusler. Dann noch einen Psychothriller und hoffentlich gibt es anschließend gute Neuigkeiten über Nadja.

Vielen Dank auch an alle die immer liken, Kommentieren, denn damit unterstützt Ihr mich wirklich sehr!

Dienstag, 7. Juni 2016

Rezension:
Die alte Frau am Fenster




Autorin: ALaRé

Die Autorin entführt uns in ihre früheste Kindheit. Sie erinnert sich selbst, durchlebt noch einmal die Gespräche mit ihrer Uroma. Eine Frau, welche 1895 geboren wurde. Es ist mutig in der heutigen Zeit ein solches Werk zu veröffentlichen. Es passt in die Gegenwart, regt zum Nachdenken an und führt uns selbst zurück in unsere Kindheit. Unverdorbener, einfacher Sprachgebrauch, die lieben Worte der Oma und ein wenig ihre Verzweiflung liest man hinaus.
Zu gerne hätte ich mich in dem Raum befunden, die beiden miteinander beobachtet. Denn keiner bemerkte die Gespräche der beiden. Keiner schien sich für die Geschichten der alten Dame zu interessieren. Nur dieses kleine Mädchen konnte nicht aufhören zu fragen.
Diese Geschichte ist unglaublich persönlich. Sie verdient einen Platz in meinem Regal, leider kann man sie nur als E-Book bei Amazon erhalten. Das empfinde ich eher hinderlich. Zu gerne würde ich der alten Dame einen Platz in meinem Bücherregal widmen, sie damit ein Stück unsterblich machen.

Es gibt existieren zwei Handlungsstränge, welche direkt ineinander übergreifen. Einmal das Gespräch, die Fürsorge zwischen der alten Dame und ihrer Urenkelin. Dieser erzählt sie ihre eigene Geschichte.
Der andere Teil spielt in Ungarn, einer Gegend in der es kaum Infrastruktur gab. Die Wege weit, beschwerlich. Die Idylle hingegen atemberaubend. Da würde ich mir etwas mehr zu wünschen.
Kathie, die alte Dame, kommt aus dem Waisenhaus und möchte in ihr Elternhaus zurück. Aber da lebten auf einmal andere Familie. Der Vater Tod, die Mutter im Gefängnis, nachdem sie vor lauter Hunger für ihre Kinder etwas zu Essen stahl. Kathie musste um die sechzehn gewesen sein, als sie auf den Hof kommt. Die Dame des Hauses nimmt sie auf, gibt ihr - ihr altes Zimmer zurück. Doch dafür muss sie mächtig schuften. Von Morgens bis Abends arbeitet sie hart für ihre Existenz. Die Hausdame ist eine furchtbare Frau, nichts scheint zu genügen, aber Kathie schleppt sich durch, nimmt sich der beiden kleinen Mädchen mütterlich an und kümmert sich anbetungswürdig um den Hof.

Beeindruckend empfinde ich, wie das Leben in einem solch kleinen Universum spielen kann. Heute träumen wir von weiten Reisen, der wahren Liebe, Geld, die Welt zu erkunden. Aber diese Geschichte zeigt einem auf, dass die kleinen Freuden doch so viel wichtiger sind. Die Liebe der Urenkelin zu ihrer Oma, das schlichte Essen, diese wundervollen Gespräche. Das Buch ist nicht lang, lässt sich zügig lesen. Schnell zieht es einen an die Orte der Geschehnisse. Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, wird es weitere Teile geben. Ich persönlich kann es kaum erwarten.


Sonntag, 5. Juni 2016



Markus Häusler stellt sich in der kommenden Woche vor. 

Gespannt bin ich auf den Herrn hinter seinen gefühlvollen Gedichten. Ein bisschen neugierig, wie ein cooler Typ zu solch, beeindruckenden Worten kommt. Markus Häusler erfolgreicher Geschäftsmann, welcher beeindruckende Gedichte verfasst. Nachdem ich selbst Lyrik nicht bewerten möchte, entschieden wir uns, ein Interview daraus zu machen. Interessiert, gespannt, aufgeregt, voller Erwartungen hoffe ich auf ein schönes Ergebnis.

Hier einmal eines seiner bezaubernden Werke: 


Blutmond


Erhaben erhebt sich stolz das Massiv
Des Adlers Schwingen zerschneiden die Nacht
Dort unten wo vormals der Fluss verlief
Heulende Wölfe auf Treue bedacht.

Milchzeit entschwindet in eisiger Stille
Gleich einem Fanal wahnhaft erwacht
Der Hybris folgend, göttlicher Wille
Glutzeit bricht an diese uralte Macht

Blutrot das Firmament wappnet sich
Lautloser Schrei malt im Wind unbedacht
Herrscher des Himmels verneige dich

Ist Blutmondzeit heute in tiefblauer Nacht.

Freitag, 3. Juni 2016

Buchrezension 

Hier einmal wieder eine Rezension von meiner Seite. Die letzten beiden veröffentlichte ich nicht, da meine Worte zu hart ausgefallen wären. Die Bücher befanden sich im Nicht-Lesbaren-Bereich.
Bei Nila muss ich gestehen, dass es zu den Büchern gehört, welches mich fand.
Bereits als ich es bei meinem Verlag entdeckte, erregte es meine Neugierde. Dann aber sah ich den Trailer und kam irgendwie wieder davon ab. Zumal ich eigentlich keine Kriegsgeschichten mag. Aber laut der Inhaltsangabe handelt es sich um eine Liebesgeschichte mitten in Afghanistan. Ich rümpfte bei dem Thema meine Nase, aber mich ließ es irgendwie nicht los. Orientierungslos stöberte ich vor einigen Tagen durch meine Buchhandlung, fand jedoch nichts Passendes. Anschließend scrollte ich auf der Seite meines Verlags herum. Wieder fiel mir Nila auf. Noch einmal las ich den Klappentext, atmete tief durch und kaufte mir das E-Book.

Kurz noch eine Anmerkung zum Thema Selfpublishing. Es ist ein harter Weg, die Verlage stellen es oft hin, als seien diese Bücher weniger Wert. Aber eine Erfahrung von meiner Seite: Die Geschichten haben es in sich. Nicht getrieben von politischer Korrektheit, Verlagsstrukturen, Vorstellungen anderer. Es ist die Kunst des Schreibens in der Vollkommenheit des Künstlers, des Autors. Manchmal nicht frei von Fehlern. Doch diese Geschichten verfügen - meiner Ansicht nach - über wesentlich mehr Charakter.


Nila - Sie durften sich nicht lieben

Von Mark David Krüger


Endlich einmal ein männlicher Autor mit einer romantischen Geschichte. Wobei romantisch ein zu schwacher Begriff ist. Ich ringe noch immer nach Worten, da mich dieser Roman vollkommen umgehauen hat. Nila, eine junge Afghanin rettet einen amerikanischen Soldaten das Leben. Zwei Welten treffen aufeinander.
Er- Erik Jones- der mit seinen Idealen, Erziehung, Vorstellungen in einem fremden Land für etwas rächt, was Jahre zuvor geschehen ist. Er will Rache für den Angriff des 11. September verüben. Für sein Volk, seine Nation einstehen. Für den Verlust, welchen die amerikanische Bevölkerung erlitt. Geblendet durch die Erziehung seines Vaters, welcher selbst Soldat war, durch die Medien, das Gerede anderer, meldet er sich zum Dienst. Schnell ist das Ziel klar, Afghanistan. Sein erster Auslandseinsatz, welchen er kaum erwarten kann. Er landet mitten im Kriegsgebiet. Weites, endloses Land, Taliban die Ihre Machtansprüche gelten machen wollen.
Mark David Krüger beschreibt gekonnt, wortgewandt, fantastische Landschaftsbilder. Man erlebt es hautnah, man kann den Duft des trockenen Grases förmlich riechen.
Dann aber gerät Erik mit einem Konvoi in einen Hinterhalt. Explosionen folgen, er beobachtet, wie sie eine Dame aus seinem Trupp abschlachten. Er flieht, versteckt sich, rennt schwer verletzt, gebrochen, orientierungslos durch die Steppe Afghanistans. Kurz vor dem Verdursten landet er in einem kleinen, abgelegenen Dorf.

Sie - Nila, ist ein außergewöhnliches Mädchen. Ihr Bruder zieht in die weite Welt hinaus, sie darf lernen und ist sehr klug. Durch die Briefe des Bruders, erlernt sie die englische Sprache, Grundlagen der Medizin und über Bücher, erfährt sie von der Liebe. Ihre Eltern lassen ihr das Durchgehen. Untypischerweise schaffen sie es nicht, Nila zu verheiraten. Zu sehr sträubt sich dieses Mädchen dagegen. Nila scheint nicht in die Steppe Afghanistans zu passen. Dennoch lebt sie in tiefer Verbundenheit zu ihrer Familie, ihrem Ort und des Landes.
Hier könnte man meinen, dass es absolut unrealistisch sei. Aber!!! Ich selbst lernte eine afghanische Familie kennen, in der der Mann seine angeheiratete Frau so sehr liebte, dass er sie zur Schule ließ. Am Ende führte sie den Familienbetrieb. - Nur eine kurze persönliche Erfahrung zu dem Thema. - Wie gesagt, ich habe das Gefühl, dass der Roman mich fand.
Erik schafft es mit letzter Kraft in diesen Ort. An der Wasserstelle trinkt er, bis ein kleines Mädchen ihn warnt. Die Taliban greifen an! Er versteckt sich hinter den Häusern, versucht, in einer vollkommen ausweglosen Situation sein Leben zu retten.

Der Autor setzt sich sehr stark mit dem Thema Religion auseinander. Dem Hass der Menschen, Vorurteile sowie die kraft der Liebe, des Verstandes, sich dem zu widersetzen. Zwischendurch zog ich streng meine Stirn in Falten, doch die Geschichte riss mich mit sich. Sie trieb mich an einen fernen Ort, ließ mich das Leiden der Protagonisten erleben, mein eigenes Denken hinterfragen. Noch immer fällt es mir schwer, das Erlebte in Worte zu fassen. Mark David Krüger entführte mich in seine Welt. Er vermittelt die Botschaft, dass man mit offenen Augen, einem offenen Herzen das Leben beschreiten sollte.

Am Ende der Geschichte ... und vor dieser Entscheidung verneige ich mich zutiefst. Befindet sich ein Interview mit einem deutschen Soldaten, welcher in Afghanistan stationiert war. Kein Verlag würde jemals so diese Geschichte herausbringen, da sie nicht in das passt, was wir glauben sollen. Er bringt ein unzensiertes Interview mit einem Soldaten. Der Mut, die Worte, die Fragen des Autors und die Antworten des Soldaten, lassen mich ehrfürchtig erstarren.

Mark David Krüger: Ich ziehe meinen Hut!

Bewertung in Kurzform. Verdammt, ich habe so viele schlechte Bestseller gelesen. Aber Nila ist ein Muss für jeden, der eine gute Geschichte mag. Schon lange konnte mich kein Autor so sehr beeindrucken wie er. 5 Sterne, ohne Zweifel.

Verfasst von Steffi Krumbiegel

Erhältlich bei:
Amazon
Thalia
oder im Buchhandel unter: ISBN: 978-3-7345-0386-3

Zum Schluss noch einmal der Trailer!



Donnerstag, 2. Juni 2016

Thema: „50 ways to leave your lover“.

Kaum ist man glücklich, der Job macht Spaß, die Liebe wartet jeden Abend auf einen und nun gab es sogar noch etwas zu feiern. Denn mein Chef schickte mich für ein paar Wochen nach England. Ich freute mich riesig über diese Chance. Vielleicht wurde der Traum, in der Marketingabteilung aufzusteigen, endlich wahr.
Dafür durfte ich früher in den Feierabend. Um meinen Freund zu überraschen, fuhr ich mit der Bahn quer durch die Stadt. Ich konnte es kaum erwarten Michael davon zu erzählen. Vier Wochen England. Er würde mir fehlen. Aber das war mein Traum. Vier Wochen in der Marketingabteilung, in London, mitwirken zu dürfen. An den Abenden diese Stadt erkunden zu können.
In der Werkstatt des KFZ-Betriebs suchte ich nach ihm. Sein Kollege erklärte mir, dass er in dem benachbarten Café saß. Strahlend lief ich zu ihm. Das war einfach perfekt. Die Sonne schien warm in mein Gesicht. Fast rannte ich einen Herren um. Dieser fluchte, doch selbst das konnte meine Euphorie nicht bremsen.
Aber da sah ich ihn! Wer verdammt saß da neben meinem Freund? Vertraut legte er seinen Arm uns seine hübsche Begleiterin. Sie küsste ihn auf die Wange, lachte ihn glücklich an und schüttete ihm etwas Zucker in den Kaffee. Mein Herz blieb stehen. Durch das große Glasfenster erhielt ich freien Blick auf meinen Freund, welcher mich betrog. Er lachte gemeinsam mit dieser schlanken Schönheit. Sie umarmten sich. Nein,es handelte es sich nicht um eine freundschaftliche Umarmung, dafür dauerte sie viel zu lange. Starrend, entsetzt, verletzt, enttäuscht, beobachtete ich die Zweisamkeit der beiden. »Saskia? Geh doch rein!« Sein Kollege tauchte hinter mir auf. Ich drehte mich weg, nahm die Beine in die Hand und rannte panisch die Straße hinunter.

Heulend setzte ich mich in die Bahn. Wie konnte er mir das nur antun? Am besten Tag meines Daseins betrog er mich. Michael war die Liebe meines Lebens. Seit dreizehn Monaten waren wir unzertrennlich. Selbst seine Eltern mochte ich.
Die Bahn hielt am Randgebiet der Stadt. Schluchzend setzte ich mich in meinen Wagen, mit letzter Kraft brachte ich den Schlüssel ins Zündschloss. Das Lied von Paul Simon - 50 ways to leave your lover-, erklang im Radio. Da sprach der Sänger davon, sich aus dem Staub zu machen. Das ging nicht. Ich besaß alles was ich brauchte. Außer meinen Freund. Denn den würde ich nun abservieren. Selbst wenn es furchtbar schmerzte. Den Schlüssel in den Briefkasten werfen? Nein, unmöglich. Die Wohnung gehörte mir. Ich parkte meinen Wagen in der Tiefgarage. Sein Fahrzeug stand noch an der Bahn. Das könnte ich zerkratzen und auf Unzurechnungsfähig plädieren. Ich wischte mir die Tränen aus dem Gesicht. Blickte in den Rückspiegel. Dafür dass ich mich so gefreut hatte, ging es mir wirklich mies. Ihn auch betrügen? So war ich einfach nicht gestrickt. Seine Koffer vor die Tür stellen? Eine Möglichkeit. Doch diese fand ich viel zu nett. Nein, es musste etwas Grausames sein. In der Wohnung angekommen, empfingen mich die Bilder aus unserem ersten Urlaub. Rom war es gewesen. Dort liebten wir uns jeden Tag, versprachen uns tausende Dinge.
Ich hing den großen Rahmen ab, drehte ihn um, damit ich sein lachendes Gesicht nicht mehr sehen musste. Genau so hatte er sie angesehen. Ihr die Augen auskratzen? Sie erstechen? Dafür müsste ich sie kennenlernen und dazu hatte ich definitiv keine Lust. Kein Interesse. Vermutlich würde ich kein Wort hinausbekommen.

Seine Katze schlich um meine Füße herum. Sollte ich sie frei lassen? Sie der Wildnis übergeben? Aber die Katze konnte nun wirklich nichts für ihr böses, verlogenes, gemeines Herrchen. Seine Pflanzen vertrocknen lassen? Das dauerte einfach zu lange. Ihn verführen und anschließend abservieren? Blöd, dazu war ich nicht gemacht. Gedankenverloren schlich ich durch unsere hübsche Wohnung. Meine Wohnung. Streich das Unsere! In der Küche lag ein großes Messer. Verdammt, die Strafe auf Mord schien mir einfach zu hoch. Wobei ich ihn vor die S-Bahn schupsen konnte. Viel zu umständlich.
Seine Papiere verwüsten. Allein die Neuanschaffung sämtlicher Banksachen sowie Versicherungsunterlagen, könnte Monate dauern. Seine Eltern informieren, was sie für einen falschen Sohn gezeugt hatten. Ja, diese Möglichkeit konnte ich in betracht ziehen. Erschießen! Wo bekam man Waffen her? Vergiften! Im Medikamentenschrank befanden sich nur Kopfschmerztabletten und die Pille. Wie wirkte sich eine Überdosis Anti-Baby-Pille auf dem Mann aus? Würden ihn Brüste wachsen? Keine Ahnung. Das war alles, zum Verrückt werden. Ich liebte diesen Kerl! Erneut schossen mir die Tränen in die Augen. Im Schlaf ersticken! Erhängen? Oder einfach eine Stolperfalle im Eingang erschaffen und darauf hoffen, dass er sich die Nase brach? Dann würde sie ihn nicht mehr so anziehend finden. Seine Möbel in Sperrmüll verwandeln. Leider kauften wir alles gemeinsam. Verdammt! Ich steckte wirklich in einer totalen Krise. Ihn nur vor die Tür zu setzen, erschien mir zu banal, zu einfach. Dann würde er bei ihr einziehen und Kinder zeugen. Sein bestes Stück abschneiden. Keine schlechte Idee. Aber wie kam ich daran und womit?
Ein Nacktfoto von ihm in der Firma aufhängen? Besaß ich überhaupt eines? Sich bei seinem besten Freund ausheulen? Ihn mit dem Betrügen? Dafür war ich mir dann doch zu schade. Seine CD- Sammlung zerstören. Ha, das könnte ich tun. Ich öffnete das Regal. Zu so vielen Liedern tanzten wir gemeinsam. Mit Freunden grillten wir an der Isar und liebten das Leben. Wir gingen gerne Essen, in Bars oder zu Konzerten. Am liebsten würde ich das Fenster öffnen und hinausschreien. Meinen Schmerz der ganzen Welt kundtun. Oder auf seiner Frontscheibe, des Wagens, -BETRÜGER- schreiben. Leider stand dieser noch immer an der Bahn. Verdammt! Nachts heimlich mit Edding dieses Wort auf die Stirn malen. Oh ja, das gefiel mir! Das Badezimmer mit Weichspüler wischen, damit er ausrutschte. Sein Shampoo gegen Haarfärbemittel austauschen, am besten Grün. Mal sehen, wie sie grüne Brusthaare fand.
Meine Freundin anrufen, dass sie diese Tussi anrief und ihr eine weitere Beziehung vorspielte. Ich suchte nach einem Zettel, um mir Notizen zu machen. Sein Laptop lag auf dem Schreibtisch. Ein Virus? Keine schlechte Möglichkeit. Ich könnte ihm eine Schwangerschaft vortäuschen. Nein, dann würde er bei mir bleiben. Nach diesen Qualen, welche ich soeben litt, wollte ich ihn nicht mehr. Eine schwere Krankheit und ihn rauswerfen? Nun verstand ich endlich den Rosenkrieg meiner Kollegin. Nie konnte ich nachvollziehen, wie Leute so schrecklich grausam miteinander umgehen konnten. Jetzt verstand ich es. Denn dieser Schmerz, betrogen worden zu sein, fühlte sich barbarisch an. Als hätte man das Herz herausgerissen bekommen. Blutend, noch pochend, hielt er es in seiner Hand. Gott, ich verlor soeben meinen Verstand.
Buttersäure! Schmiert man Buttersäure an den Kühler eines Wagens, fängt es irgendwann an, furchtbar zu stinken. Diesen Geruch bekommt man nie wieder los. Das erzählte er mir, nachdem ein Kunde mit diesem Problem auftauchte. Kressesamen auf dem Polster seines Fahrzeugs. Dieser benötigte nur eine geringe Menge Feuchtigkeit und schon würde das Innere seines Autos aussehen, wie eine Wiese.
Eine Zeitungsannonce. Aber worüber? Genau! Er verschenkt sein Auto. Damit dürfte er genug Anrufe bekommen. Oder ich schrieb fünf verschiedene Versicherungen an, da er bestimmt etwas braucht. Natürlich gleich mit Telefonnummer, damit ihn die Versicherungsheinis nervten. Das erschien mir doch ein wenig zu nett, im Anbetracht der Qualen, welche ich soeben durchlitt.
Wenn ich die Katze behalten würde? Ja, die mochte ich. Leider verreiste ich bald für ein paar Wochen, dann würde sie verhungern. Auch keine Option. Sein Essen reichlich mit Tabasco würzen. Das brannte immerhin zweimal. Überall in der Stadt Zettel aufhängen, mit seinem Foto und Betrüger darauf schreiben. Vermutlich würde das kaum einen interessieren. Keiner würde mein Leiden verstehen.
Erst wenn man es selbst erfuhr, wusste man, wie schmerzhaft es war. Sein Mailaccount löschen. Nette Idee. Die Telefonbucheinträge auf seinem Handy verschwinden lassen. Kein Mensch schrieb sich diese mehr auf. Ha! Aber wie kam ich an sein Handy?
Die Katze setzte sich auf meinen Schoss. Bei einem Festival trafen wir uns zum ersten Mal. Es handelte sich um eines, bei welchem man mit Farbpulver um sich warf. Damals ging ich mit meinen Freundinnen hin. Wir feierten ausgelassen, bis eine Freundin sich den Fuß verknackste. Jammernd lag sie am Boden. Ich half ihr auf. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zu den Sanitätern. Bis wir durch das Gedränge der Meute nicht mehr weiterkamen. Da stand er plötzlich vor mir. Seine wunderschönen Augen musterten uns. Er hob meine Freundin hoch, ohne nur darüber nachzudenken, und trug sie durch die Massen hindurch. Bei den Sanitätern mussten wir auf sie warten. Er wich nicht mehr von meiner Seite. Damals fragte er nach meiner Handynummer. Er gefiel mir sofort und schon kam eines zum anderen.
Doch nun hatte er mich betrogen. Ich blickte an die Wand, entdeckte ein Bild seiner geliebten Großmutter, welche sicherlich ebenfalls sauer sein würde. Obwohl ich diese Frau nie kennenlernen durfte, da sie seit Jahren unter der Erde lag. Aber dieses Bild könnte ich einfach aus dem Fenster werfen. Da fiel mir noch einmal sein Laptop ein. Nagellack bekam man vom Bildschirm einfach nicht runter. Auch ein Plan. Ich stapfte ins Bad. Blickte in meine verheulten Augen und suchte nach dem Nagellack. Seine Sachen zerschneiden. Der Gedanke kam mir, als ich die Nagelschere fand. Die Bremsschläuche beim Auto. Aber wo befanden sich die? Man sah das im Fernsehen. Ok, den Gedanken verwarf ich umgehend.
Die Katze rasieren. Das arme Tier. Nein, das ging absolut nicht. Mit dem Nagellack bewaffnet, ging ich zurück ins Wohnzimmer. Neben seinem Laptop lag der Brieföffner. Lang, glänzend, mit einem hübschen antiken Holzgriff versehen. Den einfach ins Bett zu legen und erhoffen, dass das Schicksal zuschlug. Leider konnte ich der Polizei anschließend kaum erklären, wie der Brieföffner im Bett landete.

Die Wohnungstür öffnete sich. Ich hielt noch immer den Brieföffner in der Hand. Michael tauchte im Flur auf. Hinter ihm erschien diese Schönheit. »Hallo Saskia!« Er strahlte mich glücklich an. Ihn einfach anspringen, schlagen, kratzen! »Darf ich dir meine Cousine vorstellen?« Entsetzt starrte ich ihn an. All meine Farbe musste mir aus dem Gesicht gewichen sein. »Liebling, was machst du mit dem Brieföffner?« Verlegen schaute ich in meine Hand. In der anderen hielt ich den Nagellack. Michael kam auf mich zu, zog mich in seine Arme. Sanft hob er mein Kinn an. »Mein Kollege meinte, dass du panisch weggelaufen bist. Warst du etwa eifersüchtig?« Er erzählte mir, dass sie aus Frankreich kam und sich in der Stadt um einen Studienplatz bewarb. Während ich mich langsam beruhigte, ärgerte ich mich, dass ich nicht genug Lebensmittel besorgt hatte.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Nachdem man nur lernen kann, indem man auch mal andere Autoren liest, bin ich bei Mark Krüger angekommen. Lese gerade Nila und darf es Rezensieren. Freitag gibt es mehr dazu.

http://www.huffingtonpost.de/mark-krueger/buch-liebe-thriller_b_10201714.html