Selfpublisher trifft auf Verleger


Viele die ihre Bücher selbst vermarkten, wünschen sich nichts sehnlicher als einen Verlag. Das ständige Posten im Internet, die Eigenwerbung, Fansuche und was noch alles dazu gehört, treibt viele schier in die Verzweiflung.
Trotzdem knaupeln auch Verlage an der Tatsache, dass immer weniger gelesen wird. „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“, lautet für mich die Devise auf beiden Seiten. Dazu traf ich den Verleger von Pax et Bonum. Ingolf Ludmann- Schneider lud mich nach Berlin ein, zeigte mir die Stadt und wir konnten viel voneinander erfahren.


Neben großartigen Autoren in seinem Verlag, stößt man auch auf Widrigkeiten. „Es ist ein Kraftakt, einen Verlag bekannt zu machen. Neben dem finanziellen Risiko, ist auch die Arbeit mit Künstlern eine Herausforderung. “ Ich erfuhr was dieser junge Verlag seinen Autoren bietet. Neben dem Cover, Klappentexten, einem professionellen Lektorat und dem Vertrieb, gehört eben auch das Marketing. Facebook, Lesungen, aber auch die Unterstützung von den Autoren wird benötigt, damit die Bücher in die Welt gelangen.

(c) Ingolf Ludmann-Schneider


Nachdem ich bereits mehrfach in Berlin war, aber noch nie die richtigen Sehenswürdigkeiten erkunden konnte, lies es sich Ingolf Ludmann- Schneider nicht nehmen, mir eine persönliche Rundführung zu kommen zu lassen. Am Alexanderplatz, zog ich frierend meine Handtasche an mich heran, lief bibbernd neben dem Herrn her und lauschte gespannt seinen Ausführen.


Ich erfuhr viel über Urheber-, Nutzungsrechte und auch zu Erbrecht. Was mit Tantiemen und Erbschaftsfolgen zu tun hat. Gespannt, noch immer frierend, folgte ich ihm am Fernseherturm vorbei, zum Brandenburger Tor. Dort tranken wir einen Kaffee, nahmen ein Stück Kuchen und er erzählte unentwegt weiter. „Autoren müssen hinter ihren Werken stehen. Der Autor steht im Mittelpunkt der Öffentlichkeit, sobald er ein Buch veröffentlich. Auch wenn er noch so unbekannt sei.“ Wir sprachen über Facebook, Soziale Medien und eigene Autorenvorstellungen. „Du kannst der beste Autor der Welt sein, aber wenn du nichts selbst für Deine Bücher tust, wirst Du nie erfolgreich werden.“ Dies wusste ich bereits, auch von Großverlagen weiß ich, dass die Autoren viel Eigenwerbung betreiben müssen. Gemeinsam sahen wir das Regierungsviertel, den Reichstag, das russische Konsulat und vieles mehr an. Meine Füße schmerzten, meine Finger spürte ich nicht mehr, gedanklich jammerte ich über die Kälte. Dennoch fand ich den Ausflug mit Ingolf Ludmann-Schneider interessant.

Er ist ein Verleger der sich für seine Autoren ins Zeug legt und definitiv Aufmerksamkeit verdient hat. Seine Bücher sind qualitativ gut und ein kleines Geheimnis darf ich verraten. Seine Bücher stammen aus einer Druckerei, welche nicht ganz kostengünstig arbeitet, dafür einen Sitz in Hamburg hat und absolut chemiefreies Papier benutzt. Seine Bücher sind FSC®-zertifiziert.
Kinderbücher werden auf Fotohochglanzpapier gedruckt, damit sie auch mal Safttropfen überleben und beständig bleiben. Persönlich fand ich meinen kurzen Aufenthalt in Berlin absolut spannend und auch wenn ich irgendwann mal bei einem Verlag lande, dann wird die Arbeit - nach dem Buch – mein größter Kraftakt bleiben.


(c) Pax et Bonum




1 Kommentar:

  1. Ja liebe Steffi,

    es war ein sher schönes Treffen. Das Treffen hat auf jeden Fall gezeigt,das Selfpublisher und Verleger gegenseitig beflügeln könnrn und neue Ideen dabei entstehen. Danke liebe Steffi für das wunderschöne Wochenende mit Dir. Imgolf

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