Beitrag von der Autorin

Schreiben und schreiben …


Der eine oder andere Leser hier hatte bestimmt auch schon einmal die Idee ein eigenes Buch zu schreiben. Kann ja nicht so schwer sein oder? So ähnlich dachte ich jedenfalls, bevor ich anfing an unserem Buch „Paragrafen und Prosecco“ zu arbeiten. Ein ganz großer Irrtum …

Dabei verfasse ich als Anwältin jeden Tag viele Briefe und Schriftsätze und ich bilde mir ein, dass ich diesen Job gut mache. Meine Mandanten verstehen meine Briefe, das ist für eine Juristin ein großes Kompliment. Wahrheitsgemäß muss ich noch hinzufügen, dass ich meistens diktiere. Das geht einfach schneller.



Aber, zurück zum Buch. Ich ziehe meinen Hut vor allen Autorinnen und Autoren. Wie habe ich jemals auch nur für fünf Minuten annehmen können, dass ich mal eben so einen Roman verfassen könnte? Gut, Ideen für Geschichten gibt es in einer lebhaften Familien- und Erbrechtskanzlei genügend. Hier findet wirklich das wahre Leben statt. Ideen haben und Ideen aufschreiben (nicht diktieren), sind trotzdem zwei ganz unterschiedliche Schuhe.

Statt der ins Auge gefassten zwei Jahre hat es fast fünf Jahre gedauert, bis der Roman fertig war. Dies lag natürlich auch daran, dass wir manchmal Monate lang das Manuskript nicht angeschaut haben. Trotzdem: Wenn wir uns nicht irgendwann gewaltsam von dem Text getrennt hätten, würden wir heute noch daran arbeiten, so viel ist sicher.

 Seit dem das Buch veröffentlicht ist, habe ich eine völlig andere Welt kennengelernt, nämlich die der Buchliebhaber und Autoren auf Facebook und Co. So hat es z.B. einige Zeit gedauert, bis ich wusste, was SUB bedeutet. Ich war zu feige zu fragen und ganz happy, als eine Nutzerin sich in einer Buchgruppe getraute diese Frage zu stellen. Auch den Begriff „Indie“ hatte ich zuvor, als bekennender Winnetou-Fan, immer nur mit Indianern in Verbindung gebracht. Da ich außerdem meine Bücher meistens, wie ich heute weiß sehr altmodisch, in Buchhandlungen gekauft habe, war mir überhaupt nicht klar, dass es so etwas wie Kindle Unlimited gibt. Diese Wissenslücken sind glücklicherweise jetzt geschlossen worden. Das Schöne daran ist, dass ich in den diversen Büchergruppen schon nach kurzer Zeit so viele interessante Autorinnen und Autoren kennengelernt habe, dass mein SUB (ja, ich hab jetzt auch einen) angewachsen ist.

Was bleibt ist der Stolz das eigene Buch in der Hand zu halten und die Freude, die wir beim Schreiben hatten. Es kam häufig vor, dass wir uns vor Lachen kaum halten konnten, oft in der Erinnerung an unsere eigenen Anfänge als Anwältinnen. Das ist auch etwas, was ich unseren Lesern wünsche: humorvolle Stunden beim Lesen und die Erkenntnis, dass es im Anwaltsbüro nicht immer nur staubtrocken zugeht.

Tagesfrage:


Ihr seid dran, heute dürft Ihr den Damen Eure Fragen stellen!!!
Viel Spaß!

Kommentare:

  1. Was ist den beiden mal wundervolles passiert womit sie überrascht wurden und was wäre von den beiden mal noch ein Traum den sie sich erfüllen möchten ?? :-)

    VLG Jenny

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  2. Hallo Jenny, Janine geht aus und macht sich schön, deshalb antworte ich für uns beide. Uns ist schon so viel Wunderbares passiert, das können wir alles gar nicht auflisten. Im Moment ist es wundervoll, dass so vielen Menschen unser Buch gefällt, davon haben wir nur geträumt und nicht ernsthaft damit gerechnet. Unser Traum wäre es zusammen ein Haus am Meer zu haben, in dem wir schreiben könnten.

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    1. Und wie so oft war ich zu schnell: ich wollte nämlich noch schreiben: vielen Dank für deine Frage Jenny und viele Grüße aus Köln. :-)

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