Seelensplitter


Von
Stephanie Pinkowsky


Bei diesem Buch entschied ich mich erst einmal gegen eine Rezension. Zum einen, weil es sich gerade bei einem Verlag befindet, welcher es umfangreich überarbeitet und zum anderen, stehe ich noch immer unter Schock und wüsste gerade nicht, wie ich es bewerten sollte.
Stephanie und ich lernten uns auf der Berliner Buchmesse kennen. Neugierig beäugte sie mein Werk, kaufte es und wir kamen ins Gespräch. Die bezaubernde, sehr ehrgeizige und taffe junge Dame machte mich neugierig. Über Facebook fanden wir uns erneut. Sie bestellte sich Nadja II und ich bot ihr einen Tausch an. Sie bekam Nadja und ich Seelensplitter (Natürlich mit einer tollen Widmung).
Stephanie Pinkowsky ist eine junge Dame aus Hamburg. Sie entschied sich für die Karriere einer Autorin und ging trotz Selbstveröffentlichung einen sehr anstrengenden Weg. Sie schaffte es, dass sie von ihrem Werk ein Stückweit leben kann. Zudem gehört sie für mich zu einer sehr engagierten, polarisierenden und aufstrebenden Persönlichkeit. Aber zu ihrer Person werdet ihr bei Gelegenheit mehr erfahren. Ich bleibe mal dran, da ich sie wirklich großartig finde.

Nun zum Buch Seelensplitter:


Es ist eine sehr mutige Geschichte. Ich frage mich wirklich, wie eine so junge Autorin zu einem solchen Thema kommt. Sie polarisiert, greift seelische Abgründe auf und nimmt sich außergewöhnlichen Themen an. Sie schreibt keine Thriller, sondern eigentlich müsste es zur Kategorie der Liebesromane gehören. Wobei die Betonung auf EIGENTLICH liegt.

Die Geschichte handelt von der sehr jungen Helene Ferber. Sie wächst bei ihrer Tante und ihrem Onkel auf, da ihre Eltern bei einem Autounfall starben. Mit gerade einmal 14 Jahren verlor sie ihre Eltern. Sie ist ein ruhiges, liebenswertes, dankbares Mädchen. Sie lernt fleißig und macht keine Probleme. Bis sie mit 21 Jahren auf den wesentlich älteren Mark trifft. Eine Affäre entsteht zwischen den beiden. Der verheiratete Mark und die junge Helene verlieben sich unsterblich ineinander, doch Mark entscheidet sich für seine Ehe. Helene schafft es nicht, diesem mitzuteilen, dass sie schwanger ist und schnell nimmt die Geschichte ihren Lauf.
Sie bekommt das Kind, die kleine Katja, aber der Liebeskummer wiegt so schwer, dass sie Katja bei ihrer Tante lässt und nach Hamburg zur Uni geht. Durch eine glückliche Fügung wird Helene von einem Fotografen entdeckt. Dadurch beginnt für sie eine Blitzkarriere im Rampenlicht. Erst als Katja bereits 5 Jahre alt ist, nimmt sie sich ihrer Tochter an. Sie vergöttert dieses kleine Mädchen, aber ihre Prominenz, ihre Karriere im Filmbusiness trennen die beiden erneut. Mehrere gravierende Brüche geschehen zwischen Mutter und Tochter. Die Beziehung der beiden nimmt kranke Züge an und an dem Punkt verknotete es mir förmlich den Magen. Aber damit ich nicht zu viel verrate, muss ich an der Stelle aufhören. Es ist definitiv kein Buch für Menschen mit einseitigem Denken. Außerdem nimmt sich die Autorin einem absoluten Tabuthema an, was man auch bei vorherigen Rezensionen sehen kann.

Zum einen greift Stephanie die Affäre zu einem älteren Mann auf, zum anderen eine sehr gestörte Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Während Helene immer einem Engel gleicht, scheint ihre Tochter ein sehr boshaftes Wesen zu sein. Anfangs wünschte ich mir mehr Emotionen, ein langsameres Tempo. Am Ende war ich froh darum. Hätte Stephanie noch mehr Tiefe reingebracht, hätte ich dieses Buch wohl abgebrochen. Ich frage mich, woher die junge Autorin eine solche Geschichte her nimmt? Mit Katja erschafft sie einen schizophrenen Charakter und das ist ihr wirklich gelungen.

Bald erscheint das Buch über einen Verlag und wenn es soweit ist, dann werde ich Euch Bescheid geben.  
Zur Autorin kann ich nur eines sagen, dass ich ihre Karriere im Auge behalten werde. Denn da scheint ein unglaubliches Potential zu schlummern oder gerade zu erwachen. Meine Neugierde ist geweckt und gespannt verfolgen wir ihre Anfänge.






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